Die ausgedehnte, durch Gebüsche und kleine Waldfragmente reich strukturierte Hutweide der Emmelwiese liegt an der südexponierten Hangflanke und ist ein wertvolles Juwel im Kaltenleutgebner Graben. Die Weidefläche wird über weite Strecken von ausgesprochen artenreichen (Halb)trockenrasen eingenommen, die eine Vielzahl seltener und bedrohter Arten wie Groß-Kuhschelle, Flecken-Ferkelkraut, Pannonien-Kratzdistel, Purpur-Schwarzwurz, Waldsteppen-Windröschen oder Groß-Kreuzblume aufweisen.
Doch wie viele traditionelle Kulturlandschaften leidet auch die Emmelwiese unter zunehmender Verbuschung und Verwaldung. Das bedeutet, dass langfristig einige der botanisch wertvollsten Flächenteile bedroht sind!
Damit dieses einzigartige Naturerbe erhalten bleibt, spielen Freiwillige seit mehreren Jahren eine entscheidende Rolle.
Seit Herbst 2021 finden vom Biosphärenpark Wienerwald Management in Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten Pflegemaßnahmen unterstützt durch engagierte Helferinnen und Helfern statt.
Am 6. September kamen Mitglieder der Vereine GEA und Neue Akropolis erneut zusammen, um in Teamarbeit Mulchmaterial auszurechen, Verbuschung zurückzudrängen und wertvolle Offenflächen zu sichern. Durch ihre Motivation, Ausdauer und Naturliebe tragen sie entscheidend dazu bei, dass seltene Pflanzenarten weiterhin gedeihen können und die Emmelwiese ihre ökologische Vielfalt behält.
Der kontinuierliche Einsatz dieser Freiwilligen zeigt, wie viel durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann und wie wertvoll dieses Engagement für den Erhalt unserer Kulturlandschaften ist.




